Wo bist du noch normal?

Was bedeutet es eigentlich, dass etwas oder jemand normal ist?
Einer Norm entsprechend. . . und woher kommt diese Norm?

Auf der einen Seite möchten wir schon gern etwas Besonderes sein, also nicht „nur“ normal sein und auf der anderen Seite möchten wir wiederum schon normal sein und dadurch dabei sein und bloß nicht irre sein.

Also wann ist ein Abnormal etwas Erwünschtes und wann etwas zu Vermeidendes?

Hat sich diese Norm, die hier die Einteilung macht auf gesundem Wege entwickelt oder ist sie geprägt von Ängsten, Unsicherheiten, traumatischen Erfahrungen usw und wird sie so der nächsten Generation übergestülpt?

Und sobald ein Kind scheinbar nicht in diese Norm passt, wird mit allen Mitteln versucht, es passend zu machen, weil es sonst eine Gefahr für die bestehende Norm bedeuten würde.
Wir mögen diese Norm auch ganz gern, einfach weil sie uns so vertraut ist. Es ist nicht so wichtig, wie gut sie uns tut. Hauptsache sie ist uns vertraut und bietet daher ein Gefühl der Sicherheit.

Ein einfaches Beispiel aus dem täglichen Leben:
In unserem Umfeld ist es normal, dass wir unser tägliches Geschäft an einem stillen Örtchen abhalten. Umso stiller im Sinne von nicht hörbar für andere, umso besser.
In Ghana gibt es dafür eine Kack-Straße, also eine Straße, wo jeder in den Straßengraben kackt. Für unser eins unvorstellbar, für die Menschen dort vermutlich absolut uninteressant, weil es dort normal ist.

Auf was ich hinaus will ist die Frage: In welchen Bereichen leben wir schon unser SoSein und wo leben wir noch immer eine Norm, die nicht wirklich uns entspricht?

Es gibt viele Normen in unserer Gesellschaft, die ich als krankmachend und destruktiv wahrnehme und trotzdem werden sie von der Mehrheit der Menschen weitergeführt.
Das könnte daran liegen, dass die Menschen, die das auch wahrnehmen, sich nicht trauen, ihrem SoSein zu folgen, weil sie logischerweise mit Unverständnis oder heftigerem Gegenwind von der Norm rechnen. Oder noch keinen Weg gefunden haben, wie sie ihr Abnormes innerhalb der herrschenden Norm leben können.
Nur wird sich so nichts ändern.

Wieso ist es zB eine anerkannte Norm, dass am Arbeitsplatz keine Gefühle gezeigt werden dürfen? Insbesondere ist Weinen verpönt. Also zumindest ist es für Frauen verpönt, für Männer steht dies sowieso außer Frage 😉

Wieso haben wir es zur Norm gemacht, das zu unterdrücken, was uns fühlenden Wesen unter anderem ausmacht?
Warum sollen wir es unterdrücken, wenn wir traurig sind, dass zB ein uns nahestehender Mensch von uns gegangen ist? Welches Gesicht glauben wir hier zu wahren?

Kaum einer will’s, aber fast alle machen’s.

Lasst uns das ab jetzt anders machen. Schreibt bitte gerne in den Kommentaren weitere Beispiele aus eurem Leben, wo ihr die entsprechenden Normen gerne geändert sehen möchtet.

Lasst uns einander eine Inspiration und Mutmacher sein und ändern wir damit die Norm des Kategorisierens, wer wie gut, schlecht, blöd oder sonst was ist!

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